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Kalte Dusche kurz vor Schluss: Dynamo Dresden verliert gegen Heidenheim

Der Zweitliga-Rückkehrer aus Sachsen musste sich beim 1. FC Heidenheim spät noch mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. Für Dynamo Dresden war es die zweite Saisonpleite.

Heidenheim/Dresden. Dynamo Dresden droht, seinen hervorragenden Saisonstart zu verspielen, denn die Mannschaft von Trainer Alexander Schmidt kassierte am Sonntag die zweite Niederlage in Folge. Beim 1. FC Heidenheim verlor der Aufsteiger äußerst unglücklich trotz großen Kampfes mit 1:2 (0:1). Der Siegtreffer für die Schwaben fiel erst in der 90. Minute: FCH-Joker Robert Leipertz duschte die Sachsen noch kalt ab.

Mai mit krassem Fehlpass

Die Gäste von der Elbe begannen auf der Ostalb mit einer Veränderung gegenüber der Startelf beim 0:3 gegen den SC Paderborn. Kapitän Sebastian Mai rückte neu in die Innenverteidigung, Michael Akoto wieder rechts raus und Morris Schröter rechts nach vorn. Panagiotis Vlachodimos blieb dafür zunächst draußen. Sein Startelf-Debüt in einem Zweitliga-Spiel hatte sich Mai aber ganz anders vorgestellt als das, was dann kam.

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Dynamo Dresden kassierte am Sonntag die zweite Niederlage in Folge. Beim 1. FC Heidenheim verlor der Aufsteiger äußerst unglücklich trotz großen Kampfes mit 1:2 (0:1).Zur Galerie
Dynamo Dresden kassierte am Sonntag die zweite Niederlage in Folge. Beim 1. FC Heidenheim verlor der Aufsteiger äußerst unglücklich trotz großen Kampfes mit 1:2 (0:1). ©

Denn Heidenheim ging gleich voll drauf und hätte sofort durch Denis Thomalla und Maurice Malone in Führung gehen können, denn Thomalla donnerte die Kugel an die Latte, Malones folgender Drehschuss zwang Kevin Broll zum Eingreifen. Der Dresdner Schlussmann lenkte den Ball über die Latte (2.). Drei Minuten später aber musste „Brollo“ ihn doch aus dem eigenen Netz holen, denn Mai war ein krasser Fehlpass unterlaufen. Der Linksbeiner Tobias Mohr fing das Spielgerät ab und drosch es mit Rechts ins rechte Eck. Die Rettungsversuche von Yannick Stark und Mai kamen einen Tick zu spät, Broll hatte keine Chance.

Doch die Sachsen wirkten nicht geschockt, sie drängten gleich auf den Ausgleich: Akoto passte gefährlich nach innen, wo Christoph Daferner lauerte, aber Oliver Hüsing passte auf und klärte in höchster Not (7.). Dann war es Julius Kade, der das 1:1 auf dem Fuß hatte, als er nach einer Kombination über Stark und U21-Nationalspieler Ransford-Yeboah Königsdörffer links am Tor von Kevin Müller vorbeischoss (18.). Kade kam auch zehn Minuten später zum Abschluss, setzte den Ball aber nach Zuspiel von Daferner erneut vorbei (28.). Morris Schröter versuchte es derweil per Kopf, Müller lenkte den Ball über die Latte (30.). Die Heidenheimer überließen den Gästen nun etwas mehr das Spiel, doch den Ausgleich schafften die in Schwarz spielenden Dresdner bis zur Halbzeitpause nicht mehr.

Bittere Pille für Dynamo

So reagierte Alexander Schmidt, brachte mit Wiederanpfiff mit Panagiotis Vlachodimos und Philipp Hosiner zwei frische Offensivkräfte. Besonders der Deutsch-Grieche sorgte für Schwung, verzog nach einem Solo (49.). Dann aber fiel das ersehnte 1:1 – und es ging dem Treffer wie beim 1:0 für Heidenheim ein Abwehrfehler voraus: Kades geblockter Ball landete bei Marvin Rittmüller, der rutschte weg, verlor den Ball an Chris Löwe, der die Kugel von der Strafraumgrenze rechts unten in die Ecke zimmerte (51.). Ein Auftakt nach Maß für Dynamo, das in der zweiten Halbzeit noch was reißen wollte.

Die Württemberger aber hatten das auch vor, hielten dagegen. Sie warteten noch auf den ersten Heimdreier in der laufenden Saison. Mohr trat nach einem Foul von Mai gegen ihn den Freistoß selbst, doch Broll entschärfte den 25-Meter-Schuss (60.). Ein weiterer Fernschuss Mohrs ging am Tor vorbei (61.). Gästetrainer Alexander Schmidt wechselte dann in der Defensive, brachte Antonis Aidonis für Akoto. Aidonis krachte wenig später mit seinem Kameraden Michael Sollbauer zusammen, blutete am Kopf, konnte aber nach Behandlung mit einem „Turban“ weiterspielen. Der Druck der Hausherren nahm dennoch weiter zu, zeitweise konnten sich die Dresdner vor der Osttribüne kaum noch befreien. Eine Abwehrschlacht begann.

DURCHKLICKEN: Die Noten zum Spiel
(1) Kevin Broll: Muss nach knapp anderthalb gespielten Minuten erstmals eingreifen, pariert nach Thomallas Lattenkracher einen Schuss von Malone stark. Beim 0:1 von Mohr in der 5. Minute chancenlos. Bei allen folgenden Schüssen der Gastgeber klärend zur Stelle. Starke Übersicht bei einem Standard von Mohr, den er in der 60. Minute vor der Linie abfängt. Auch in der Folge hält er einige Male das 1:1 fest. Muss sich jedoch in der 90+1. Minute gegen Leipertz geschlagen geben – 2:1 für die Gäste. Note: 2Zur Galerie
(1) Kevin Broll: Muss nach knapp anderthalb gespielten Minuten erstmals eingreifen, pariert nach Thomallas Lattenkracher einen Schuss von Malone stark. Beim 0:1 von Mohr in der 5. Minute chancenlos. Bei allen folgenden Schüssen der Gastgeber klärend zur Stelle. Starke Übersicht bei einem Standard von Mohr, den er in der 60. Minute vor der Linie abfängt. Auch in der Folge hält er einige Male das 1:1 fest. Muss sich jedoch in der 90+1. Minute gegen Leipertz geschlagen geben – 2:1 für die Gäste. Note: 2 ©

Beinahe wäre Daferner dabei nach einem Eckball der Heidenheimer ein Eigentor unterlaufen, aber Broll lenkte den gefährlichen Ball mit einem Reflex noch über die Latte (81.). Dynamo brachte nun noch Pascal Sohm, um vorne für Entlastung zu sorgen. Der Ex-Hallenser ersetzte den ausgepumpten Dauerläufer Daferner, dessen Kräfte nun am Ende waren (87.). Als gleich die Nachspielzeit anbrechen sollte, erwischte es die tapferen Gäste doch noch. Der eingewechselte Stefan Schimmer köpfte an den linken Pfosten, den Abpraller schoss Robert Leipertz – auch als Joker gekommen – in die Maschen (90.+1). Eine bittere Pille für Dynamo, das damit die zweite Niederlage in Folge kassierte und in der Tabelle auf Platz vier abrutschte.

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