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E-Auto-Produktion in Valencia: Fords Autowerk in Saarlouis droht das Aus

Ford will seine E-Autos künftig im spanischen Valencia fertigen. Dem saarländischen Ford-Werk Saarlouis droht 2025 das Aus. Landesregierung, Betriebsrat und Gewerkschaft sind empört, sie bezichtigen das Management der "Lüge". 3000 Beschäftigte demons
Habeck sieht Ford in der Verantwortung

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (52, Grüne) sieht Ford in der Verantwortung und sagte: "Ich erwarte von Ford gemeinsam mit dem Betriebsrat, zeitnah konkrete Pläne für die Zukunft des Werks in Saarlouis und seine Beschäftigten auf den Tisch zu legen." Für die vielen Beschäftigten von Ford und für die gesamte betroffene Region sei es nun wichtig, dass es möglichst rasch Klarheit über eine konkrete und belastbare Perspektive für den Standort Saarlouis gebe, so Habeck.

3000 Beschäftigte in Saarlouis protestieren

Aus Protest gegen die Entscheidung des Ford-Managements gingen am Mittwoch rund 3000 Beschäftigte von Ford Saarlouis spontan auf die Straße gegangen. Bei Beschäftigten, Gewerkschaftsvertretern und Politikern, die nach einem Demonstrationszug zur Kundgebung auf der B51 zusammenkamen, herrschten Enttäuschung und Empörung vor. "Das ist keine Beerdigung, das ist eine Kampfansage", sagte Lars Desgranges, erster Bevollmächtigter der IG Metall Völklingen. Dem Ford-Management warf er "Wortbruch, Lüge, Hinhaltetaktik, Versagen" vor. Der Ford-Betriebsratsvorsitzende Markus Thal sagte: "Wir wurden belogen und betrogen." Er werde das Ergebnis niemals akzeptieren.

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