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Fußball-Bundesliga: FC Bayern deklassiert Eintracht Frankfurt

Der FC Bayern München hat einen Start nach Maß in die neue Bundesliga-Saison hingelegt. Der Rekordmeister siegte gegen Eintracht Frankfurt vor mehr als 51.000 Zuschauern deutlich mit 6:1.

Stand: 05.08.2022 22:50 Uhr

Der FC Bayern München hat einen Start nach Maß in die neue Bundesliga-Saison hingelegt. Der Rekordmeister siegte bei Eintracht Frankfurt deutlich.

Frank van der Velden

Sportschau

Europa-League-Sieger gegen Meister am 1. Spieltag. Nicht wenige hatten den Bayern in Frankfurt einen schwierigen und komplizierten Start prophezeit und der Eintracht sogar eine Überraschung zugetraut.

Doch es kam anders. Beängstigend souverän siegten die Bayern bei den Hessen mit 6:1. Das Spiel war schon zur Pause entscheiden. Vor 51.500 Fans in der Frankfurter Arena erzielten Joshua Kimmich (5.), Benjamin Parvad (11.), der überragende Sadio Mané (29.), Jamal Musiala (35.) und Serge Gnabry (43.) die Treffer für die Münchner. Randal Kolo Muani sorgte nach der Pause (64.) für Ergebnis-Kosmetik. Den Schlusspunkt setzte Musiala (83.).

Siegerelf vom Supercup auf dem Platz

Bei den Bayern stand Star-Neuzugang Mané in der Startelf und bildete gemeinsam mit Gnabry die Doppelspitze. Trainer Julian Nagelsmann vertraute der Siegerelf vom Supercup gegen RB Leipzig (5:3). Die anderen Neuzugänge Matthijs de Ligt, Ryan Gravenberch, Noussair Mazraoui und Mathis Tel saßen somit zu Beginn allesamt auf der Bank.

Bei den Frankfurtern lief der Ex-Münchner Mario Götze bei seinem Bundesliga-Comeback von Beginn an auf. Kapitän Sebastian Rode rückte für den Japaner Daichi Kamada ins defensive Mittelfeld. Ansonsten vertraute Trainer Oliver Glasner den Spielern, die beim 4:0-Sieg im DFB-Pokal beim Zweitligisten 1. FC Magdeburg begonnen hatten.

Denkwürdige erste Halbzeit

Der Start war furios, vor allem die denkwürdige erste Halbzeit macht Lust auf die 60. Saison der Bundesliga. Die Bayern setzten die Eintracht von Beginn an unter Druck. Schon in der fünften Minute überlistete Kimmich Frankfurts Torhüter Kevin Trapp. Einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld zog der Nationalspieler frech auf den kurzen Pfosten, Trapp und die Frankfurter Abwehr hatten mit einer Flanke gerechnet. Der Torwart machte sich noch lang, kam aber nicht mehr ran.

Auch das 2:0 entstand aus einer Standardsituation. Die Eintracht konnte eine Ecke von rechts nicht klären, der Ball fiel im Strafraum Pavard vor die Füße, der sich diese Chance nicht nehmen ließ.

Vogelwild verteidigt

Danach verteidigten die Frankfurter teilweise vogelwild. Das nutzte zunächst Mané, der nach einem schnellen Angriff aus neun Metern per Kopfballaufsetzer traf. Wenig später zauberten Mané und Thomas Müller im Strafraum, Musiala schloss zum 4:0 ab, vor der Pause erhöhte Gnabry auf 5:0 – wieder nach Balleroberung und schnellem Umschaltspiel.

Auch Frankfurt hatte Chancen

Dabei war es nicht so, dass die bedauernswerten Hessen chancenlos waren, im Gegensatz zu den Bayern machten sie aber die Tore nicht. Nach einer Ecke traf Tuta per Kopf nur die Latte des Bayern-Tores. Nationaltorwart Manuel Neuer hätte keine Chance gehabt. Später umkurvte Jesper Lindstrøm mit Glück und Geschick gleich vier Bayern-Spieler, doch frei vor Neuer schob er den Ball knapp am Tor vorbei.

Mit 0:5 zur Pause aber noch gut bedient

Auf der anderen Seite hatten die Frankfurter aber auch Glück, dass es nur mit 0:5 in die Pause ging. Thomas Müller verstolperte bei einem blitzsauberen Konter über Gnabry den Ball, Musiala traf nur das Außennetz. Insgesamt trafen furios aufspielende Bayern dreimal Aluminium in Halbzeit eins.

Ruhigere zweite Hälfte

Nach der Pause konzentrierten sich die Frankfurter vor allem auf die Defensive, wurden dann aber immer mutiger, ohne allerdings wie im ersten Durchgang die Kontrolle zu verlieren. Die Bayern schalteten einen oder gar zwei Gänge zurück.

So kam die Eintracht zum Ehrentreffer – unter gütiger Mithilfe von Bayern-Torwart Neuer. Der vertändelte nämlich außerhalb seines Strafraums im Zweikampf mit Randal Kolo Muani den Ball, und der Stürmer musste aus 18 Metern nur noch einschieben. In der 69 Minute traf Ansgar Knauff nach schöner Einzelleistung nur das Außensetz, Kolo Muani hätte fast noch seinen zweiten Treffer erzielt.

Ansonsten plätscherte das Spiel in Halbzeit zwei dahin. Glasner hatte schon zur Pause drei frische Spieler gebracht, auch Nagelsmann wechselte munter durch. In der 74. Minute konnte sich Trapp noch einmal im Eins-gegen-Eins gegen Mané auszeichnen, den Schlusspunkt setzten dann aber dann doch die Bayern in Gestalt von Musiala.

Eintracht Frankfurt reist am 2. Spieltag am Samstag (13.08.2022) zu Hertha BSC, der FC Bayern spielt am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg.

Quelle: sportschau.de

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