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Ex-Galatasaray-Präsident Ünal Aysal für Super League: "UEFA und FIFA ignorieren"

Ex-Galatasaray-Klubchef Ünal Aysal sprach sich klar für eine Teilnahme der Istanbuler an der Super League aus.

Der frühere Klubchef von Galatasaray, Ünal Aysal, sprach sich im Interview mit “Radyospor” im Gegensatz zur überwiegenden Ansicht in der Fußballwelt für eine Gründung der Super League und eine Teilnahme des türkischen Rekordmeisters aus. Dafür müsse man selbst die Initiative in die Hand nehmen und alle notwendigen Schritte ergreifen. Die Gremien des Weltfußballs könne man getrost ignorieren, so der 79-jährige Geschäftsmann: “Ich bin der Erste, der auf Idee der European Super League gekommen ist. In einer öffentlichen Diskussion mit Agnelli sprachen wir darüber. In einer Saison überstanden Juventus und wir die Champions League-Gruppenphase. Die Italiener erhielten viermal so viele Einnahmen als wir. Ich unterstütze komplett die Idee der European Super League. Die Drohungen der UEFA und FIFA können ignoriert werden. Wenn ich jetzt im Amt wäre, würde ich alles dafür tun, dass Galatasaray aufgenommen wird. Der Ansatz von Mustafa Cengiz mit ‘wenn ein Angebot kommt, werden wir es bewerten’ ist falsch. Es wird kein solches Angebot von Florentino Perez geben. Galatasaray muss die notwendigen ersten Schritte unternehmen, damit unsere Freunde in Europa aktiv werden.”

Galatasaray in der Süper Lig mit einem B-Team?

Bezüglich der heimischen Süper Lig sagte Aysal indes Folgendes: “Die türkische Liga wird weitergehen. Aber Galatasaray wird als türkische Mannschaft im Ausland spielen. Man könnte eine B-Mannschaft gründen. Das ist eine andere Entscheidung. In Europa werden 20 Mannschaften untereinander im Wettstreit stehen. Ich wünsche mir, dass Galatasaray in der Super League spielt. Wichtig ist eine effektive Arbeit des Vorstandes.” Allerdings betonte Aysal, dass er bei der kommenden Präsidentschaftswahl am 22. Mai nicht kandidieren werde: “Fußball benötigt Energie. Zu viel Energie von Seiten des Vorstandes kann solche Probleme kreieren. Die Wahl könnte für Unruhe gesorgt haben. Man darf sich nicht zu sehr damit beschäftigen. Wichtig ist, welchen Weg Galatasaray nach der Wahl verfolgt. Ich denke nicht an einen Kandidatur. Was jedoch die Außeninteressen des Klubs betrifft, bin ich jederzeit bereit, ihm mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Es gibt sehr erfolgreiche Vorstandsmitglieder. Ich bin zu jeglicher Hilfe bereit.”

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