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Mutmaßlicher Amoklauf auf Uni-Gelände in Heidelberg: Tatverdächtiger tot

Auf dem Campus im Neuenheimer Feld in Heidelberg ist die Polizei mit einem Großaufgebot im Einsatz. Mehrere Menschen wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter ist tot.

Was bislang bekannt ist: Nach derzeitigen Erkenntnissen soll der Täter bei laufender Vorlesung in einem Hörsaal der Universität im Neuenheimer Feld mit einer Langwaffe um sich geschossen haben. Dabei, so die Polizei, habe er vier Personen zum Teil schwer verletzt. Anschließend sei er in den Außenbereich geflüchtet. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, war der Täter selbst Student und habe sich selbst erschossen.

Nach einem weiteren dpa-Bericht soll eines der Opfer seinen schweren Verletzungen erlegen sein. Bestätigt wurde das aber von Polizeiseite nicht offiziell.

Aktuelle Informationen zum mutmaßlichen Amoklauf in Heidelberg auch in unserem Ticker:

Heidelberg
Einsatzkräfte nach Schüssen auf dem Heidelberger Campus bei der Arbeit (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa//Pr-Video/R.Priebe (Montage: SWR))

In Heidelberg sind mehrere Menschen durch Schüsse verletzt worden. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Der mutmaßliche Täter ist tot. Alle Entwicklungen im Liveticker.  mehr...

Neuenheimer Feld in Heidelberg wird abgesucht

Derzeit wird das Gelände aber weiterhin abgesucht, heißt es von Polizeiseite. Eine akute Bedrohungslage besteht offenbar nicht mehr, das schildern auch SWR-Reporterinnen und Reporter vor Ort.

"Der Täter ist selbst verstorben. Es besteht somit keine weitere Gefährdung. Wir suchen das Gelände dennoch weiter ab."

Sprecher der Polizei Mannheim

Darüber hinaus hat die Polizei ein Bürgertelefon eingerichtet. Angehörige können sich unter der Nummer 0621/174-5055 melden.

SEK-Einsatzkräfte vor Ort

Die Universität hat ihre Studierenden nach SWR-Informationen per Mail gebeten, derzeit nicht zum Neuenheimer Feld zu kommen. Nach wie vor ist ein riesiges Polizeiaufgebot vor Ort. SEK-Kräfte durchkämmen verschiedene Gebäude.

UPDATE 2 #Heidelberg, #NeuenheimerFeld: Vier Personen, z.T. schwer verletzt, aktuell besteht keine Gefahr mehr, Täter tot - es wird von Einzeltäter ausgegangen. Bürgertelefon 0621/174-5055 für Angehörige eingerichtet! https://t.co/t7DPvAPzuh

Polizei Mannheim, Twitter, 24.1.2022, 15:22 Uhr
Unübersichtliches Gelände in Heidelberg

Im Neuenheimer Feld liegen unter anderem der Botanische Garten und Teile des Universitätsklinikums. Viele Studierende besuchen hier die naturwissenschaftlichen Fakultäten. Das Gelände ist einer der neueren Heidelberger Stadtteile. Gut erschlossen, aber sehr weit verzweigt. Es gibt viele enge Wege zwischen den vielen verschiedenen Gebäuden. Unter anderem das und viele Gerüchte in den sozialen Medien machten die Lage für die Polizei zunächst unübersichtlich.

Lagezentrum eingerichtet

Die Polizei hat vor Ort ein Lagezentrum eingerichtet. Von dort aus machen sich viele Medienvertreter und Medienvertreterinnen ein Bild.

SWR-Reporterinnen und Reporter berichten von einer Situation, die sie bislang in dieser Form kaum erlebt haben. Polizeihubschrauber sind in der Luft, viele weitere Einsatzkräfte, auch Feuerwehr und Rettungsdienste sind vor Ort.

Breite Anteilnahme nach Tat in Heidelberg

Etliche Politikerinnen und Politiker haben in den sozialen Medien auf den mutmaßlichen Amoklauf reagiert. Bundeswissenschaftsminisiterin Theresia Bauer (Grüne), selbst Heidelbergerin, zeigte sich erschüttert:

Die Nachricht vom heutigen Amoklauf an der Universität #Heidelberg erfüllt mich mit großem Entsetzen und tiefer Bestürzung. Wir stehen fassungslos und schockiert vor diesem tragischen Ereignis. Ich bin in Gedanken bei den Verletzten, deren Familien und Freunden. #NeuenheimerFeld

Theresia Bauer, Twitter, 24.1.2022, 15:13 Uhr

Auch der baden-württembergische Finanzminister und gebürtige Heidelberger Danyal Bayaz (Grüne) äußerte sich in dieser Richtung. Er schrieb auf Twitter, er sei "erschüttert und sein Herz blutet." In Gedanken sei er bei den Verletzten und ihren Angehörigen. Neben vielen anderen sprach auch Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) den Einsatzkräften seinen Dank aus. Seine Gedanken seien bei den Verletzten und Angehörigen.

Der Artikel wird fortlaufend ergänzt.

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