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Kongsberg: Mindestens vier Tote und mehrere Verletzte nach Gewalttat nahe Oslo

Bei einer Attacke in Norwegen sind laut Polizeiangaben mehrere Menschen verletzt und getötet worden.
  • Melanie Gottschalk

    VonMelanie Gottschalk

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Bei einer Attacke in Norwegen sind laut Polizeiangaben mehrere Menschen verletzt und getötet worden.

Update vom Mittwoch, 13.10.2021, 22.50 Uhr: Eine Einwohnerin von Kongsberg sagte der Nachrichtenagentur NTB, sie habe gehört, wie der Alarm in einem Supermarkt losgegangen sei. Dabei habe sie sich nicht viel gedacht. Dann jedoch habe sie auch Polizeiautos und Rettungswagen gehört. Die Polizei habe am Abend mit Taschenlampen Garagen und Hinterhöfe im Stadtzentrum abgesucht.

„Das ist eine Tragödie für alle Betroffenen. Mir fehlen die Worte“, sagte Kongsbergs Bürgermeisterin Kari Anne Sand der norwegischen Zeitung „Verdens Gang“. Auch die scheidende Ministerpräsidentin Erna Solberg und Justizministerin Monica Mæland wollten sich äußern.

Wegen des Vorfalls wurde die Polizei vorübergehend bewaffnet, wie das Polizeidirektorat am späten Abend mitteilte. Es handele sich um eine Bereitschaftsmaßnahme - vorläufig gebe es keine Hinweise für eine Änderung der Bedrohungslage im Land. Auch der norwegische Geheimdienst PST wurde über den Vorfall in Kenntnis gesetzt.

Update vom Mittwoch, 13.10.2021, 22.12 Uhr: Bei der Gewalttat in Norwegen sind mindestens vier Menschen getötet worden. Das berichteten Zeitungen wie „Verdens Gang“ am späten Mittwochabend. Zuvor hatte die Polizei über die Gewalttat in der Stadt Kongsberg südwestlich von Oslo berichtet. Ein Mann sei mutmaßlich mit Pfeil und Bogen bewaffnet gewesen und gefasst worden. Es sehe nach einem Einzeltäter aus.

Der Täter soll an mehreren Stellen im Stadtgebiet unterwegs gewesen sein, darunter in einem Lebensmittelgeschäft. Die Hintergründe blieben zunächst unklar. Nach Polizeiangaben war es noch zu früh, um die Frage zu beantworten, ob es sich um eine terroristisch motiverte Tat gehandelt haben könnte.

Attacke in Norwegen: Mehrere Tote und Verletzte

Erstmeldung vom Mittwoch, 13.10.2021, 21.06 Uhr: Oslo - Mehrere Menschen sind bei einer Gewalttat in Norwegen verletzt und getötet worden. Ein bewaffneter Täter habe am Mittwochabend (13.10.2021) gegen 18.30 Uhr im Zentrum der Stadt Kongsberg südwestlich von Oslo mehrere Menschen verletzt, es gebe auch Tote, sagte der zuständige Polizeichef Øyvind Aas am Abend auf einer Pressekonferenz. „Der Mann, der diese Tat begangen hat, ist von der Polizei festgenommen worden. Nach unseren Informationen war nur eine Person beteiligt.“

Ein Mann sei mutmaßlich mit Pfeil und Bogen bewaffnet gewesen und gefasst worden. Es sehe nach einem Einzeltäter aus. Hintergründe waren zunächst unklar. Nach Polizeiangaben war es noch zu früh, um die Frage zu beantworten, ob es sich um eine terroristisch motiverte Tat gehandelt haben könnte. Angaben zum Täter machte die Polizei nicht.

Angriff in Norwegen: Bisher keine Angaben zu den Opfern

Der Angreifer wurde in eine Polizeidienststelle in der Nachbarstadt Drammen gebracht. Nach weiteren Verdächtigen werde nicht gesucht, erklärte Aas. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Zur Zahl der Opfer und zur Schwere ihrer Verletzungen äußerten sich die Beamten in Norwegen nicht.

Nach einem Angriff in Norwegen nahe Oslo sucht die Polizei nach Spuren. Der mutmaßliche Täter wurde gefasst.

© HAKON MOSVOLD LARSEN/afp

Norwegen erlebte vor zehn Jahren den schwersten Terroranschlag seiner modernen Geschichte. Am 22. Juli 2011 hatte der Rechtsterrorist Anders Behring Breivik zunächst im Osloer Regierungsviertel eine in einem weißen Transporter versteckte Bombe gezündet und dabei acht Menschen getötet.

Daraufhin fuhr er zur etwa 30 Kilometer entfernten Insel Utøya, wo er sich als Polizist ausgab und das Feuer auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des jährlichen Sommerlagers der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei eröffnete. 69 Menschen, vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, kamen auf Utøya ums Leben.* Breivik nannte rechtsextreme und islamfeindliche Motive für seine Taten. Er wurde im August 2012 zu einer langen Haftstrafe verurteilt. (msb/dpa/afp) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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