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Nach Drei-Stunden-Kampf: Jan-Lennard Struff scheidet bei French Open aus

Jan-Lennard Struff hat gegen den Weltranglisten-Zehnten Diego Schwartzmann verloren und ist damit bei den French Open ausgeschieden. Alexander Zverev ist also der einzige Deutsche im Viertelfinale.

Jan-Lennard Struff hat den Einzug ins Viertelfinale der French Open trotz einer erneut starken Leistung verpasst. Der 31 Jahre alte Tennisprofi verlor am Montag in Paris im Achtelfinale gegen den Argentinier Diego Schwartzman mit 6:7 (9:11), 4:6, 5:7 und verpasste damit den erstmaligen Sprung in das Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier. Vor allem im ersten Satz ließ Struff zu viele Chancen aus und vergab insgesamt sieben Satzbälle. Nach 3:02 Stunden machte der an Nummer zehn gesetzte Schwartzman, der im vergangenen Jahr in Paris im Halbfinale stand, das Weiterkommen mit dem ersten Matchball perfekt. Damit steht in Alexander Zverev nur ein Deutscher im Viertelfinale. Die deutsche Nummer eins trifft am Dienstag auf den Spanier Alejandro Davidovich Fokina.

Erst Raketenstart, dann zu leichte Fehler

Struff erwischte auf dem Court Suzanne-Lenglen einen Raketenstart. Die deutsche Nummer zwei nahm Schwartzman gleich zwei Mal das Service ab und zog schnell auf 5:1 davon. Doch dann konnte der Warsteiner seine vielen Chancen nicht nutzen. Beim Stand von 5:1 vergab er die ersten vier Satzbälle. Schwartzman steigerte sich nun gewaltig, Struff bekam dagegen Probleme mit dem Aufschlag, der zuvor noch hochprozentig gekommen war. Der Davis-Cup-Spieler vergab zwei weitere Satzbälle, so dass die Entscheidung im ersten Durchgang im Tiebreak fallen musste.

Auch dort spielte Struff weiter starkes Tennis, beide Spieler boten den Zuschauern einen packenden Schlagabtausch. Struff wehrte sich nach Kräften, machte drei Satzballe des Argentiniers zunichte und hatte selbst noch eine weitere Chance, den ersten Abschnitt für sich zu entscheiden. Doch nach 66 Minuten machte Schwartzman im vierten Versuch das 11:9 im Tiebreak perfekt. Dass der Weltranglisten-Zehnte sich den ersten Satz mit einem glücklichen Netzroller holte, passte zum Pech von Struff an diesem Tag.

Zum Ende ließen die Kräfte nach

Doch auch im zweiten Durchgang lieferte Struff dem Favoriten einen tollen Fight. Zwei Mal zog er mit einem Break davon, doch beide Male konnte Schwartzman sofort kontern und nahm dem Deutschen ebenfalls das Service ab. Dieses Mal nutzte Schwartzman gleich seine erste Chance zum Satzgewinn und sorgte damit für die Vorentscheidung.

Denn bei Stuff ließen die Kräfte nun immer mehr nach, der Frust über die vielen vergebenen Möglichkeiten lastete ebenfalls schwer auf ihm. Schwartzman zog so schnell auf 4:0 davon, doch dann war Struff auf einmal wieder da. Mit unermüdlichem Einsatz kämpfte er sich zurück und glich unter dem Jubel der Zuschauer noch einmal zum 4:4 aus. Beim Stand von 5:5 hatte er sogar einen weiteren Breakball, der vielleicht die Wende hätte bringen können. Doch Schwartzman blieb cool und machte den Sieg schließlich mit einem starken Passierball perfekt.

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