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Nach Enttäuschung gegen Wolfsburg: VfB Stuttgart peilt die Relegationsspiele an

1:1 gegen den VfL Wolfsburg. Im Abstiegskampf eigentlich zu wenig für den VfB Stuttgart. Die Schwaben enttäuschen und nehmen Kurs auf die Relegationsspiele.

Wettbewerbsverzerrung im Abstiegskampf? Sven Mislintat konterte die Zündelei von Felix Magath mit einem süffisanten Lächeln. "Brauchen wir nicht", sagte der Stuttgarter Sportchef zu den kritischen Aussagen des einstigen VfB-Trainers über den nächsten Gegner, den seltsam spannungsfreien Meister FC Bayern. Magaths Hertha, entgegnete Mislintat, "hat es selbst in der Hand - und sollte nicht Bayern München brauchen".

Matarazzo: "Das tut ein bissl weh"

Ganz anders der VfB. Joker Chris Führich sicherte mit seinem späten Tor (89. Minute) beim 1:1 (0:1) gegen den damit geretteten VfL Wolfsburg einen Punkt - mehr nicht.

TV-Tipp: SWR Sport BW

Alexander Wehrle ist am Sonntag ab 21.45 Uhr zu Gast bei SWR Sport Baden-Württemberg und steht dort Rede und Antwort. Außerdem gibt es einen ausführlichen Rückblick nach dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg.

"Erstmal die Relegation verdienen"

"Das tut ein bissl weh", sagte Pellegrino Matarazzo über das magere Unentschieden. Den direkten Ligaverbleib hat der Trainer angesichts der vier Punkte Rückstand auf Berlin und der schweren Spiele in München und gegen Europacup-Anwärter Köln abgeschrieben. "Erstmal die Relegation verdienen und darüber den Klassenerhalt schaffen", gab Matarazzo als Marschroute aus. Schließlich lauert Arminia Bielefeld nur zwei Zähler hinter Stuttgart.

Der vierte Abstieg droht dem VfB Stuttgart

Und so gab auch Mislintat das Ziel vor, "diesen 16. Platz zu halten" und danach die Relegation "mit allem, was wir haben" anzugehen. Viel hat der VfB nicht, um den vierten Bundesliga-Abstieg nach 1975, 2016 und 2019 noch abzuwenden.

Das wurde gegen Wolfsburg deutlich. Matarazzo sah gleich "mehrere Schwachstellen", vor allem in der Offensive. Kein Wunder: In den vergangenen fünf Spielen ohne Sieg brachten der umworbene Sasa Kalajdzic und Co. gerade mal zwei Tore zustande.

Das Restprogramm der Bundesliga Abstiegskandidaten

Drei Mannschaften können noch direkt absteigen. Bielefeld, Stuttgart und Hertha BS: Der FC Augsburg kann nur noch auf einen Relegationsplatz fallen. In den verbleibenden beiden Spielen (33. / 34.) werden noch sechs Punkte vergeben. Da es zu keinem direkten Duell mehr der Abstiegskandidaten kommt erhöht sich die Spannung nochmal. Bei Punktgleichheit entscheidet das Torverhältnis.

Die Fakten:

14. FC Augsburg: 35 Punkte | -14 Tore33. Spieltag bei RB Leipzig (So. 08.05 / 19:30 Uhr)34. Spieltag gegen Greuther Fürth

15. Hertha BSC: 33 Punkte | -32 Tore33. Spieltag gegen Mainz 05 (Sa. 07.05. / 18:30 Uhr in Berlin)34. Spieltag bei Borussia Dortmund

16. VfB Stuttgart: 29 Punkte | -19 Tore33. Spieltag bei Bayern München (So. 08.05. / 17:30 Uhr)34. Spieltag gegen den 1. FC Köln

17. Arminia Bielefeld: 28 Punkte | -25 Tore33. Spieltag beim VfL Bochum (Fr. 06.05. / 20:30 Uhr)34. Spieltag gegen RB Leipzig

Am 34. Spieltag finden alle Begegnungen zeitgleich statt (Sa., 14.05. / 15:30 Uhr).

Stürzt der VfB wie vor drei Jahren gegen Union Berlin wieder gegen einen Zweitligisten ab? Mislintat sieht einen "Riesenunterschied zu damals: eine sehr, sehr gute Gruppe mit einer hohen Qualität". Er ist sicher: "Gegen uns zu spielen macht keinem Spaß."

Auch nicht den Bayern? "Es ist klar", konterte Matarazzo Kollege Magath, "dass die nicht zweimal in Folge verlieren wollen."

Wolfsburg erreicht sein Minimalziel

Wolfsburg dagegen hat sein "Minimalziel" erreicht, wie es Jörg Schmadtke nannte. Der Geschäftsführer kündigte daraufhin an, man werde mit Florian Kohfeldt in die neue Saison gehen. Auch der Trainer ist vor den anstehenden Gesprächen "fest davon überzeugt" und kündigte an: "Wir haben was vor nächstes Jahr!"

Zunächst aber wollte er John Anthony Brooks "in den Arm nehmen" und sich bei ihm für sein wichtiges Tor (13.) bedanken. Der Verteidiger habe trotz seines Abschieds im Sommer "alles, aber auch wirklich alles" gegeben. Und so stieg der Coach "mit einem guten Gefühl" in den Flieger, wo er erlöst "ein bisschen schlafen" konnte. Ja, gab er wie Schmadtke zu, diese Saison sei "nicht zufriedenstellend" gelaufen, aber "kleinreden lassen" will er sich den "Kraftakt" Klassenerhalt nicht.

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Warum auch? Was schief lief, betonte Schmadtke, habe "nicht einzig und allein Florian Kohfeldt zu verantworten". Der 39-Jährige (Vertrag bis 2023) habe die Mannschaft "dahin geführt, wo wir sie am Ende haben wollten". Dahin, wo der VfB Stuttgart noch hin will.

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