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Schauspieler William Shatner - Captain Kirk fliegt noch einmal ins All

Jeff Bezos' Firma Blue Origin schickt zum zweiten Mal eine Raumkapsel mit Crew ins All. Mit an Bord ist der Schauspieler William Shatner, bekannt als Captain Kirk. Mit 90 Jahren wird er der älteste Mensch gewesen sein, der je im Weltraum war.

Thomas Reiter im Gespräch mit Ramona Westhoff

William Shatner mit den anderen Astronauten in blauen Anzügen. (picture alliance / Photoshot / Roger Alarcon / Avalon)
William Shatner (Mitte) wird mit 90 Jahren der älteste Mensch sein, der je im All war. (picture alliance / Photoshot / Roger Alarcon / Avalon)

Jeff Bezos' Firma Blue Origin schickt zum zweiten Mal eine Raumkapsel mit Crew ins All. Mit an Bord ist der Schauspieler William Shatner, bekannt als Captain Kirk. Mit 90 Jahren wird er der älteste Mensch gewesen sein, der je im Weltraum war.

Er schaue sich den Start der Raumkapsel im Livestream an, die Amazon-Gründer Jeff Bezos unter anderem mit dem Schauspieler William Shatner ins All fliegen lässt, sagt Thomas Reiter, ehemaliger ESA-Astronaut.

"Es ist immer wieder faszinierend. Man hat den Eindruck, da ist volle Routine, aber wenn man weiß, was da technisch alles abläuft, dann weiß man auch: Es gibt so viele Dinge, die schiefgehen können, und man ist da immer ein bisschen angespannt", so Reiter, der schon auf der Internationalen Raumstation ISS war.

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Jahrzehntelang spielte William Shatner in der TV-Serie "Star Trek" die Figur des Captain Kirk. Der startete 1966 erstmals mit dem Raumschiff USS Enterprise in fremde Galaxien und prägte das Bild von der Raumfahrt einer ganzen Jugend mit.

Wenige Minuten schwerelos

Er sei allerdings nicht so der Seriengucker, sagt Reiter. Ihn habe als Elfjährigen mehr die Mondlandung geprägt. "Nichtsdestotrotz muss ich sagen: Diese Filme waren wirklich toll gemacht. Es hat sich ja auch einiges, was man damals als Hightech belächelt hat, in der Zwischenzeit realisiert", so Reiter.

Shatner und die anderen Passagiere fliegen rund 100 Kilometer und sind für ein paar Minuten schwerelos. Als Astronaut auf der Internationalen Raumstation sei man rund 400 Kilometer von der Erde entfernt, erklärt Reiter. "Das heißt, der Blickwinkel auf die Erde nimmt natürlich zu."

Heutzutage erhalte man aus dem Weltraum eine Unmenge an Daten, die ermöglichen zu verstehen, wie der Klimawandel vorangeht, oder bei Umweltkatastrophen Hilfe zu leisten. "Der Blick von Außen hilft viel dabei, die großen Probleme auf diesem Planeten zu lösen", sagt Reiter.

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